Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Niedersachsen e. V.

Der Kreisverband Lüneburg stellt sich vor:

Ansprechpartner:in

1. Vorsitzende: Friederike Heislitz
Handy: 0157 3368 3709
E-Mail-Adresse: SDW-LG@gmx.de


Arbeitsschwerpunkte

Waldpädagogik
Waldführungen und Kräuterwanderungen
Familienwaldtage
Lichterwanderungen im Dunkeln
Fachlich geführte Exkursionen mit Förstern
Präsenz auf Markten
Infoveranstaltungen zu aktuellen Themen, z. B. Waldbrandprävention


Veranstaltungen

Eine Winterlinde für den Marktplatz

(cy) Das Wetter am 8. November ist typisch norddeutsch grau. Auf dem Marktplatz trifft sich eine lockere Gruppe: Schaufel, Spaten, eine Winterlinde und ein Bollerwagen mit Tee und Punsch stehen bereit. In einem der verwaisten Pflanzbeete ist ein Pflanzloch ausgehoben. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat eine Winterlinde gespendet. Friederike Heislitz aus dem Vorstand der SDW im Landkreis Lüneburg ist an vielen Baumpflanzungen und Aktionen maßgeblich beteiligt: „Wer für Jahre pflanzt, pflanzt Korn. Wer für Generationen pflanzt, pflanzt Bäume.“ 

Dorit und Thomas Zöllkau sowie Robert Heislitz unterstützen die Pflanzaktion aktiv, auch Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn und Bürgermeister Hans-Georg Führinger sind dabei. 

 

 

Friederike Heislitz hält eine Laudatio auf die etwa 10 Jahre alte Linde: „Unter Linden haben die Menschen getanzt und Gericht gehalten. Die Bäume reinigen die Luft, bilden eine schöne Krone, unter der man Schatten findet. Die Blüten dienen Bienen als Weiden, Lindenhonig ist ein köstliches Produkt. Den Bast kann man zu Seilen drehen, das Holz wurde im Mittelalter zu Skulpturen und Altären in Kirchen verwendet.“

Eine kleine Aufforderung zum Schluss: Die Linde benötigt vor allem in den trockenen Zeiten immer mal eine Gießkanne Wasser. Es gibt ja reichlich Anlieger am Marktplatz, die für den jungen Baum sorgen können. Und wer weiß – vielleicht werden in den öden Beeten bald noch weitere Bäume für unsere Zukunft gepflanzt.

Fotos und Text: KV Lüneburg

Heimatverbunden

(cy) „Etwas Besseres kann man an einem schönen Tag nicht anfangen: So viele Menschen, so viel Zuversicht“, mit diesen Worten eröffnete Friederike Heislitz die Geburtstagsfeier für die junge Klostereiche. Im Jahr 2000 wurde die kleine Eiche von Förster Armin Eschment gepflanzt, gezogen aus einem Samen der alten, geborstenen Klostereiche. 

Wofür steht die norddeutsche Eiche, fragte sich Pastorin Iris Weiner. Ihre Antwort erfolgt in Begriffen, die ein wenig aus der Mode gekommen zu sein scheinen: Die Eiche steht für Tradition – wir haben in diesem Dorf, in dieser Region Wurzeln wie der junge Baum. Sie steht für Beständigkeit – wie das Bauen einer Kathedrale ist das Pflanzen eines Baumes von Bedeutung für die kommenden Generationen. Und sie steht für Hoffnung – darauf, dass die Vielfalt und der Reichtum der regionalen Flora bewahrt werden können.

Einen Blick in die Vergangenheit warf Luisa Fandrey. Die stellvertretende Bürgermeisterin erzählt eine Erinnerung ihres Mannes: Er war als Grundschüler mit seiner Klasse und Lehrerin Annelies Sonntag regelmäßig zur alten Klostereiche gekommen, um den Stamm zu umfassen. Acht bis neun Kinder waren für einen geschlossenen Ring um den Baum nötig, ein prägendes Erlebnis. Annelies Sonntag zeigte sich beschwingt von der Feier: „Ich fühle mich so glücklich und heimatverbunden. Es sind so viele Menschen hier, die ich kenne und die mich kennen.“

Eine neue Generation von Grundschülern war in Aktion: Mit ihrer Lehrerin Wiebke Erdtmann ließen sie die Geschichte der Klostereiche aus Sicht eines Eremitenkäfers Revue passieren. Ehemalige Grundschüler, die bei der Pflanzung 2000 aktiv waren, trafen sich am Baum: Ole und Stefan, Kai und Marcel, Eike und Vincent, Luisa und Friederike mit ihrem kleinen Sohn. 

Der stellvertretende Landrat Moritz Meister ebenso wie Dieter Pasternack, Vorsitzender der niedersächsischen Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kamen zu Besuch.

Dieser besondere Nachmittag wurde umrahmt von den Bleckeder Jagdhornbläsern, dem Posaunenchor, von Punsch und buntem Kuchenbuffet. Friederike Heislitz sprach einen großen Dank aus. Auch an Armin Eschment, der die kleine Klostereiche gehegt habe wie eine Muttern sowie an Kai-Uwe Schwenck, der das Grundstück für diese besondere Aktion freigeschnitten hat. In einem Satz fasste Heislitz als Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Niedersachsen unsere Verantwortung zusammen: „Nachhaltigkeit braucht Zeit und eine gelebte regionale Gemeinschaft vor Ort.“

Baum des Jahres 2025 für das Arboretum

Am 6. April 2025 lud der SDW-Kreisverband Lüneburg um 14 Uhr zur Pflanzung ein, denn Frühjahr ist Pflanzzeit. Die Roteiche, der Baum des Jahres 2025, sollte am Forstort Bennerstedt am Elbe-Seitenkanal zwischen Scharnebeck und Brietlingen an der Nebenstraße Richtung Fischhausen gepflanzt werden. Neben der Pflanzung bot sich die Möglichkeit, das dort neu gestaltete Arboretum und das im vergangenen Jahr eingeweihte Einheitsdenkmal zu besichtigen. 

Fotos und Text: KV Lüneburg 4/2025

Neue Bäume für ein Waldstück bei Boltersen

Bei strahlendem Sonnenschein und ungewohnt hohen Temperaturen trafen sich Anfang April fleißige Helfer am Feuerwehrgerätehaus in Boltersen. Sie alle waren dem Hilferuf der SDW Lüneburg gefolgt, die um Unterstützung bei dieser Pflanzaktion gebeten hatte. Mitglieder des Naturschutzverbandes und Privatpersonen aus der Region hatten sich dafür mit Spaten ausgestattet auf den Weg nach Boltersen gemacht.

Möglich wurde diese zukunftsweisende Aktion durch die Bereitstellung der Pflanzfläche durch die Familie Gerlach als privaten Waldbesitzer und die finanzielle Unterstützung des SDW Landesverband Niedersachsen, der Waldaufbau und Nachpflanzungen im Privatwald durch Bereitstellung von Geldern sowie fachkundige Beratung fördert.

Im Vorfeld der Pflanzung war das Gelände bereits mit einem Wildzaun eingefasst worden, so dass die neuen Bäume vor dem drohenden Verbiss durch das reichlich vorhandene Rehwild ausreichend geschützt sind.

Mit Hilfe der vielen fleißigen Hände wurden 200 junge Roteichen auf die Fläche eingebracht. Durch die starken Regenfälle der letzten Wochen war den Waldboden gut auf die Pflanzen vorbereitet und so besteht die begründete Hoffnung, dass sich dieses Waldstück weiterhin gut entwickeln wird. Die gelegentlichen Regenfälle der kommenden Tage trugen das ihrige zum guten Gelingen der Pflanzaktion bei. Mit Kaffee und Kuchen bedankten sich die Waldschützer anschließend bei den engagierten Mitstreitern.

In 10 Jahren soll es ein erneutes Treffen an der Fläche mit Kaffee und Kuchen geben. Dann aber nur um den hoffentlich gelungenen Einsatz für einen gesunden Waldbestand gemeinsam zu begutachten und zu feiern.   (F. Heislitz, April 2024)

Fotos und Text: KV Lüneburg

Wahlen bei der SDW Lüneburg

Zur Jahreshauptversammlung 2023 traf sich der Kreisverband Lüneburg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am 22. November 2023 in den Räumen der Gemeinde Scharnebeck. Nachdem durch die Coronaepidemie in den vergangenen Jahren keine Sitzungen stattgefunden hatten, war dieses die erste Zusammenkunft nach einer langen Zeit.

Mit einem Bildervortrag berichtete die kommissarische Vorsitzende Roswitha Gerlach über die Aktivitäten des Kreisverbandes in den vergangen Monaten. Hier wurde über Familienwaldtage, Kräuterwanderungen, Besuch der Waldbrandmeldestelle und die vor wenigen Tagen durchgeführte Lichterwanderung berichtet.

Es stand aber auch an, einen neuen Vorstand zu wählen und einige langjährige Mitglieder des Vorstandes auf eigenen Wunsch aus ihren Ämtern zu verabschieden. Zu diesem Zweck waren vom SDW Landesverband der Vorsitzende Dieter Pasternack und die Geschäftsführerin Maren Szymiczek aus Hannover angereist.

Die Wahlen des neuen Vorstandes wurden vom Landesvorsitzenden geleitet und ergaben folgende einstimmige Ergebnisse:

Roswitha Gerlach                              1. Vorsitzende

Friederike Heislitz                             2. Vorsitzende

Robert Heislitz                                  Kassenwart

Alle drei bedankten sich bei der Versammlung für das ausgesprochene Vertrauen und nahmen die Wahl gerne an.

Mit herzlichem Dank und der Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes wurde anschließend Armin Eschment als Geschäftsführer und Kassenwart in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Dieses allerdings nicht ohne den Hinweis und die Bitte, dass er zwar nun seiner Ämter enthoben sei, man aber weiterhin auf seine fundierte und bewährte Mitarbeit in Sachen Wald und Naturschutz im Kreis Lüneburg hoffe. Dieses wurde von ihm in seinen Dankesworten zum Glück auch zugesagt.

Auch Gretel Schulte, die leider nicht anwesend war, wurde mit einem herzlichen Dank aus ihrer kommissarischen Verwaltung des Kreisverbandes entlassen. Auch ihr galt der Dank für ihren langjährigen Einsatz in Sachen Naturschutz. Der neue Vorstand freut sich auf die hoffentlich erfolgreiche Arbeit der kommenden Jahre.

Die Vorsitzende gab dann noch einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten der SDW. Die Planungen der Naturschützer dazu laufen bereits auf vollen Touren. Wer über Termine und Wald- und Naturschutzangelegenheiten informiert werden möchte, kann gerne in den Informationsverteiler der SDW aufgenommen werden. Kurze Mail unter SDW-LG@gmx.de genügt.

Im Anschluss an die JHV nahm Friederike Heislitz die Anwesenden dann noch mit auf eine Bilderreise durch Namibia.

Ein besonderer Dank gilt natürlich der Gemeinde Scharnebeck, die ihre Räumlichkeiten so freundlich und unproblematisch zur Verfügung gestellt hatte. (11/2023)

Wir bringen Licht in den dunklen Wald.

Unter diesem Motto stand der diesjährige Laternenumzug der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Jungendfeuerwehr Scharnebeck. War der Platz vor der Domäne eine viertel Stunde vor Beginn noch erstaunlich leer, füllte er sich doch wenige Minuten vor der angegebenen Startzeit mit vielen kleinen und großen Menschen und den unterschiedlichsten Laternen. Selbstgebastelte aus dem Kindergarten waren reichlich vorhanden, aber auch viele phantasievolle Beleuchtungen an Kinderwagen und Hundegeschirren ließen den Platz in einem fast magischen Licht erstrahlen.

Unter der Führung der Jugendfeuerwehr mit ihren brennenden Fackeln ging es dann an den Überresten der alten Klostereiche entlang in Richtung Waldrand.

Ein nicht enden wollender, leuchtender Lindwurm zog sich unter den Bäumen entlang, um dann an der alten Waldhütte eine kurze Pause einzulegen. Hier standen 5 Jagdhornbläser bereit, um mit drei geblasenen Signalen die Pause zu füllen.

Dann hieß es für alle kehrt Marsch und der lange Tross zog an den Klosterteichen entlang in Richtung der alten Gärtnerei. Die Besitzerin, Frau Hencke, hatte freundlicher Weise ihre gepflasterten Flächen für den Abschluss mit Lagerfeuer und Stockbrot zur Verfügung gestellt.

An zwei Feuerschalen und mit reichlicher Verpflegung fand dieser schöne Abend dort einen tollen Ausklang. Die Organisatoren können mit dem Verlauf des Abends sehr zufrieden sein und die vielen lachenden Gesichter der großen und kleine Teilnehmer zeigten recht deutlich, dass es allen viel Spaß gemacht hatte. Ein guter Grund, dies Tradition im nächsten Jahr fortzuführen.

F. Heislitz

stellv. Vorsitzende

SDW Lüneburg

Gründung

Der Kreisverband Lüneburg wurde im Herbst 1956 im Logenhaus in der Hindenburgstraße, Lüneburg gegründet. Seitdem fanden ca. 300 Exkursionen und Vorträge statt. Außerdem wurden 10 jeweils 10-tägige Busreisen in den polnischen, russischen und litauischen Teil organisiert.

Vorstand

1956: Forstmeister Kautz
1969: Oberkreisdirektor Ernst Wallhöfer
1970 – 1987: Oberkreisdirektor Klaus Harries
1987 – 2001: Lehrerin Anne-Rose Otto
2002 – 2011: Forstdirektor Peter Lex
2011 – 2022: Gretel Schulte
2023 kommissarisch: Roswitha Gerlach
ab 2025: Friederike Heislitz

Geschäftsführer
Bis Ende 1977: Stadtförster G. Herrmann
Ab 1978 – 2023: Revierförster Armin Eschment, ca. 45 Jahre!

Landesverbände
Termine