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Berichte aus den Kreisverbänden


Waldkinder verjüngen den Wald

Gute Tat mit Urkunde gewürdigt

Die Kinder des Waldkindergartens Boltersen bei der Vorbesprechung. Foto: Lex, SDW

Auf die Kinder des Waldkindergartens Boltersen ist Verlass. Wenn es um die Belange des Waldes geht, sind sie zur Stelle. So war es auch in diesem Jahr, als der SDW-Kreisverband Lüneburg um seinen Vorsitzenden Peter Lex die Kinder zu einer gemeinsamen Pflanzaktion einlud.

Im Wald von SDW-Mitglied Roswitha Gerlach gab es viel zu tun. In einer Bestandeslücke sollte der Verjüngung der Waldbäume etwas nachgeholfen werden. Mitglieder des Kreisverbandes hatten die Pflanzfläche hierzu bereits vorab von den Kronen des letzten Schneebruchs geräumt und die Pflanzlöcher vorbereitet. Am 7. April war es dann soweit. Mit großem Eifer griffen sich die Kinder Buchen, Tannen, Roteichen und Douglasien und legten los. Natürlich gab es dabei noch ein bisschen sachkundige Unterstützung, doch selbst mit anzupacken und die Zukunft des Waldes in die Hand zu nehmen, war für die jungen Waldbauern ganz wichtig.

Im Einsatz. Foto: Lex, SDWJedes gepflanzte Bäumchen wurde anschließend mit einem wasserfesten Schildchen und dem Namen des Kindes gekennzeichnet - schließlich sollte der Stolz der Pflanzung auch dokumentiert sein, wenn zum Beispiel die Familie mal interessiert nachschauen kommt. Hierfür und als besondere Anerkennung überreichte Roswitha Gerlach zudem noch jedem Kind eine Urkunde und bedankte sich mit einer kleinen Stärkung für den Nachhauseweg.

Für die Mitglieder des Kreisverbandes stand am Nachmittag jedoch noch eine weitere Aktion an. Sie pflanzten feierlich den „Baum des Jahres“, eine Fichte, auf ihrem SDW-Arboretum.


Bettina Cordes, Heiko Ackermann, Dr. Philipp Schomaker, Jens Meier; (c) Delmenhorster Kreisblatt, Foto: Anna-Lena Sachs

Gemeinsam für erlebbaren Naturschutz

Die Hasbruchfreunde gehören jetzt zur SDW Niedersachsen.

Mit einem Treffen vor Ort wurde die künftige Zusammenarbeit bekräftigt. „Bei unseren Anliegen zum Naturschutz und zur Umweltbildung werden wir uns sicher gut ergänzen“, ist sich SDW-Geschäftsführer Dr. Philipp Schomaker sicher und auch Hasbruchvorsitzender Heiko Ackermann freut sich: „Mit der SDW als anerkanntem Naturschutzverband haben wir einen Partner gefunden, der auch bei größeren Vorhaben mit Umweltauswirkungen stellungnahmeberechtigt ist."  -> weiterlesen


Entdecke den Wald

Waldjugendspiele für Grönenbergschule und Grundschule Eicken

An einem schönen Freitag im August starteten für die Grönenbergschule Melle und die Grundschule Eicken die Waldjugendspiele am Weberhaus in Bakum, getragen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

„Ein Baum wird 50 Meter hoch“, antwortete der kleine Dean Engel von der Grundschule in Eicken ganz richtig. Bei den Waldjugendspielen am Freitagvormittag lernten er und seine Mitschüler viel Interessantes über den Wald. Zusammen mit Schülern der Grönenbergschule hatten sie sich zu einem spannenden Waldspaziergang durch den Meller Berg am Wanderparkplatz Weberhaus eingefunden. „Für die Schüler sind die Waldjugendspiele der Einstieg in das Thema „Wald“, erzählte Regine Herchen. Sie ist die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald des Kreisverbandes Osnabrücker Land und organisiert in dieser Funktion seit über 20 Jahren die Spiele für die Grundschüler. Die frühere Schulleiterin der Grönenbergschule konnte, gemeinsam mit ihrem Geschäftsführer Dieter Volckmer, auch in diesem Jahr wieder neun Jäger dafür gewinnen, den Kindern an neun Stationen Tiere, Pflanzen, Waldarbeiterwerkzeug und viele Waldthemen mehr nahezubringen.

Zusammen mit Meinhard Krüger aus Riemsloh zeigte Regine Herchen den Kindern, dass sich der Wald wie ein großes Haus in Stockwerke einteilen lässt. Über der untersten Moosschicht verbreiten sich neben Farnkraut viele andere Krautpflanzen, bevor sie den Sträuchern und schließlich den Baumriesen Platz machen. An einem langen Maßband auf dem Waldboden mussten die Grundschüler die zuvor besprochenen Etagen auslegen. Traditionell werden die Kinder auch auf den Umweltschutz hingewiesen. Müll darf selbstverständlich nicht im Wald entsorgt werden.

Ob die Kinder das an den Stationen Gelernte selbstständig umsetzen, können sie jedes Jahr wieder beweisen. Sie bekommen gleich zu Beginn des Spaziergangs ein Bonbon geschenkt. Und wenn sie am Ende der Strecke das Papierchen vorzeigen können, weil sie es eben nicht in den Wald geworfen haben, erhalten sie einen Punkt extra. Dass die Tiere ihre Spuren im Wald nicht nur mit den Abdrücken auf dem Waldboden, sondern auch als Fraßspuren hinterlassen, erstaunte viele Kinder. In Fühlkästen durften die Kinder die Früchte der Bäume ertasten und sich später auch sportlich betätigen. Da hieß es, Fichtenzapfen aus drei Meter Entfernung in eine Wanne zu werfen. Zum Weiterlernen erhielt jedes Kind zum Ende der Waldjugendspiele von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald das Heft „Entdecke den Wald“ sowie einen Bleistift, der aus einem Naturast gefertigt ist.

Die Begeisterung für die Schulstunden in der Natur ist seit vielen Jahren sowohl bei den Lehrern als auch bei den Kindern ungebrochen. Demnächst werden sie in den Schulen am Infomobil der Jägerschaft Melle viele weitere spannende Themen kennenlernen.

Zum Bild: Die Etagen des Waldes lernten die Grundschüler der Grönenbergschule an der Station von Meinhard Krüger und Regine Herchen kennen.

Text und Foto: Conny Rutsch


Grundschulkinder feiern Mittelalterfest

Pflanzaktion auf dem Schäferhof in Neuenkirchen

Am Samstag, dem 23. 04. 2016, war es auf dem Schäferhof in Neuenkirchen wieder einmal soweit: Die Winterlinde, der Baum des Jahres 2016, wurde von den Kindern der Klasse 1a der Grundschule Neuenkirchen gepflanzt. Nachdem Werner Struntz, der Vorsitzende des Vereins Schäferhof und der Bürgermeister Carlos Brunkhorst die Gäste zur diesjährigen Pflanzaktion begrüßt hatten, wurde die Winterlinde als Baum des Jahres 2016 vorgestellt.

Danach führten die Erstklässler unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Silvia Schmidt mit einem mittelalterlichen Spektakel sehr beeindruckend vor, welche Bedeutung die Linde in der Vergangenheit hatte. Hierzu führten sie ein kleines Theaterstück auf, sangen ein Lied auf mittelhochdeutsch mit Gitarrenmusik und Rhythmusinstrumenten und ein bekanntes Volkslied, das von einem der Erstklässler auf dem Keyboard begleitet wurde. Dieses Volkslied mit den Zeilen: „Wo wir uns finden, wohl unter Linden...“ stellte so noch einmal die Bedeutung der Linde als Mittelpunkt des Versammlungsplatzes unserer Vorfahren dar.

Bevor der Baum gepflanzt wurde, erklärte Hartmut Krause vom Verein Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sehr anschaulich, wie alt und mächtig so eine Linde werden kann und den kleinen Unterschied zu einer Sommerlinde. Die Kinder folgten seinem Vortrag sehr aufmerksam. Anschließend ging es dann zur Sache: Mit Schaufeln und der Mithilfe der drei Vorredner verschafften die Kinder der Winterlinde ihren festen Platz auf dem Gelände. Nach so viel Arbeit war eine Stärkung notwendig. Und so erhielten die Schüler eine Schnuckenbratwurst und ein Getränk vom Verein Schäferhof als Dankeschön für ihr Engagement.

Zum Bild: Die Kinder der Klasse 1a der Grundschule Neuenkirchen begeisterten die Gäste mit einer tollen Darstellung.

Text und Foto: Silvia Schmidt


Baum des Jahres an der Bifurkation

Neumitglied Peter Grothaus ist Baumpate für die Winterlinde

Dass der Baum des Jahres von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Kreisverband Osnabrücker Land (SDW) an der Bifurkation gepflanzt wird, ist inzwischen eine langjährige Tradition. Regine Herchen, Vorsitzende der SDW – Kreisverband Osnabrücker Land, begrüßte deshalb auch zahlreiche ehemalige Baumpaten. „Heute pflanzen wir den insgesamt 28. Baum hier“, freute sich die Vorsitzende. Sie dankte Michael Röhr und Konrad Hüpel, die die Vorbereitungen zur Pflanzung übernommen hatten. Außerdem hatte sie einige Daten und Fakten zum Baum des Jahres 2016 parat.

„Heute finden wir die Winterlinde in eichenreichen Mischwäldern der Mittelgebirge“, verriet sie. Und weiter über die Vorbereitungen der Pflanzaktion: „Mit der Wünschelrute habe ich rausgefunden, dass an dieser Stelle keine Wasseradern verlaufen.“ Baumpate Peter Grothaus griff dann gemeinsam mit Regine Herchen, Dieter Volckmer, Geschäftsführer der SDW – KV Osnabrücker Land und der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Melle, Silke Meier, zu Spaten und Schaufel. Die Winterlinde wurde mit vereinten Kräften eingepflanzt und mit einer hölzernen Stütze versehen. „Mögest du kräftig wachsen“, wünschte Peter Grothaus seiner Winterlinde und schickte einen hochprozentigen Gruß in Richtung Wurzelwerk hinterher.

Für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgten die Jagdhornbläser Grönegau. Dieter Volckmer betonte indes: „Diese Aktion liegt uns allen sehr am Herzen.“ Der Geschäftsführer der SDW – KV Osnabrücker Land betonte zudem: „Die Baumpaten sind unsere hochgeschätzten Partner.“

Zum Bild: Die Winterlinde steht nun als „Baum des Jahres 2016“ an der Gesmolder Bifurkation. Gepflanzt wurde sie von Baumpate Peter Grothaus, Regine Herchen (KV-Vorsitzende) und Dieter Volckmer (KV-Geschäftsführer; alle von links).

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Foto: Christina Wiesmann


Eine Winterlinde für die Zukunft

Pflanzaktion zum Tag des Baumes auf dem Stadtfriedhof in Göttingen

Um in der Gesellschaft auf die hohe Bedeutung der Bäume und des Waldes hinzuweisen, gab es rund um den Tag des Baumes am 25. April auch in diesem Jahr wieder vielerorts Pflanzaktionen mit den SDW-Kreisverbänden. In Göttingen ließ es sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hierbei nicht nehmen, selbst zum Spaten zu greifen. Gemeinsam mit der SDW, der Jägerschaft und der Stadtverwaltung pflanzte er auf dem Stadtfriedhof nahe des Torhauses eine Winterlinde. "Unter den Bäumen des Jahres war mir die Elsbeere die liebste", verriet er am Rande der Aktion, doch so oder so zeige jeder Baum in seinem Wachstum, "dass Gelingen Zeit braucht."

Seit 1952 wird der Tag des Baumes in Deutschland gefeiert. Die Idee hierzu ist aber schon viel älter. Fast ein Jahrhundert früher hatte der Journalist und Farmer Julius Sterling Morton im baumarmen Nebraska (USA) die Arbor Day-Resolution verfasst, in der er 1872 einen jährlichen Tag des Baumes forderte. Von Morton stammt auch der Ausspruch: „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“ – eine bis heute gültige Aussage, die SDW-Kreisverbandsgeschäftsführer Georg Leefken anlässlich der aktuellen Pflanzung noch einmal hervorhob.

Weil Naturschutz und nachhaltige Nutzung auch bei den Jägern eine große Rolle spielen, gehörte auch Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdvereins, zur Runde der tatkräftigen Helfer. Er sorgte mit dem Jagdhorn-Bläsercorps der Jägerschaft Göttingen zusätzlich für einen feierlichen Rahmen der Veranstaltung. Abgerundet wurde der Tag schließlich durch eine Führung über den Baumlehrpfad durch Fred-Günter Schröder, der als emeritierter Professor für Pflanzensystematik keine Frage unbeantwortet ließ. Die SDW bedankt sich für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und die ausgezeichnete Vorbereitung durch die Stadt Göttingen.

Zum Bild: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (rechts) mit tatkräftiger Unterstützung durch (v.l.n.r.) Norbert Mattern, Wolfgang Gieße, Georg Leefken, Dieter Hildebrandt, Fred-Günter Schröder, Gudrun Friedrich-Braun, Dietmar Uhlendorff und Hartwig Fischer. (Foto: Harald Wenzel / Göttinger Tageblatt)


Kleine Waldfreunde mit großem Einsatz

Die Kinder des Waldkindergartens Boltersen pflanzen mit SDW-Kreisverband Lüneburg

Der Wald ist ihre Sache. Jeden Tag sind sie hier draußen - spielen, forschen und endecken. Für die Mädchen und Jungen vom Waldkindergarten Boltersen war der 8. April aber dennoch ein ganz besonderer Tag, denn jetzt durften sie die Zukunft des Waldes mit eigener Kraft mitgestalten. Eingeladen vom SDW-Kreisverband Lüneburg pflanzten die Kinder auf der Waldfläche von SDW-Mitglied Roswitha Gerlach viele kleine Bäume und halfen der nächsten Waldgeneration damit auf die Sprünge. Gemeinsam mit ihrer Erzieherin Frau Kosch und einer begleitenden Mutter pflanzte jedes Kind einen Baum.

SDW-Mitglied Armin Eschment hatte die Pflanzplätze in einem durch Windwurf lückigen Kiefernstangenholz vorbereitet und half den kleinen Waldfreunden, die Wildlinge von Douglasie und Küstentanne sicher in den Boden zu bringen.

Jedes Kind bekam eine Urkunde zur Erinnerung an die Pflanzung. Auch wenn nicht alle Kinder an der Aktion teilnehmen konnten, tragen doch alle 16 Bäumchen ein Schild mit dem Namen eines Kindes. Wer die Pflanzung verpasst hat, kann also trotzdem eine Baumpatenschaft übernehmen. Vom nahe stehenden Bauwagen, dem Stützpunkt der Gruppe, ist die Pflanzung schnell erreicht. Mit einem kleinen Spaziergang können die Waldfreunde das Wachstum ihrer Bäume also nun jederzeit kontrollieren.

(Text und Foto: Peter Lex / SDW)


Mit Passion und Engagement für den Wald

Niels Kruse wird Nachfolger von Falk Lutosch im Kreisverband Rotenburg

Seine Arbeit ist getan. „Dem Wald geht es gut“, sagt Falk Lutosch beruhigt. Am 1. April hat der 73-Jährige die Geschäftsführung des SDW-Kreisverbandes Rotenburg nach fast 33 Jahren abgegeben. Nachfolger ist Waldpädagoge Niels Kruse. Die beiden haben sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Umweltschutzpreises der Stadt Rotenburg kennengelernt. Kruse hatte sich dort selbst mit seinem Naturgarten beworben und eine Auszeichnung erhalten. „Bei der Besichtigung des Gartens kamen wir ins Gespräch. Da habe ich sofort gemerkt: Der Kerl hat Ahnung“, erinnert sich Lutosch an die erste Begegnung.

Er habe sich danach über Kruse erkundigt und ihn dann bei der Verleihung Mitte Juli vergangenen Jahres angesprochen. Viel Überzeugungsarbeit habe er nicht leisten müssen, so Kruse: „Schon nach fünf Minuten waren wir uns einig.“ Kruse bringe alles mit, was er für den neuen Posten brauche, freut sich Lutosch. In erster Linie sei dies natürlich die Liebe zum Wald. Und die ist bei Kruse schon in der Kindheit erwacht: „Ich bin am Stadtwald in Uelzen aufgewachsen und habe den Wald dort als Erlebnisort kennengelernt.“ Er habe das Ökosystem zeitlebens als wesentlichen Bestandteil der Kultur wahrgenommen. Nicht erst mit dem Rio-Umwelt-Protokoll der Agenda 21 habe er verstanden, dass es notwendig sei, nachhaltig mit dem Natur- und Kulturgut umzugehen. Kruse ist durch die Niedersächsischen Landesforsten als Waldpädagoge zertifiziert. „Ich verbringe deshalb sehr viel Zeit in der Natur“, sagt er. Kruse stehe im ständigen Kontakt zu Menschen jeden Alters, die sich für den Wald interessieren. Im Rahmen der Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung (BNE) werde er als Geschäftsführer den Kontakt zu Politik und den Naturschutzverbänden im Landkreis pflegen.

Als neuer Geschäftsführer des Kreisverbandes sehe er sich als aufmerksamer Beobachter und Anwalt des Waldes. „Den Wald genießen, schützen und nutzen – so lautet mein Motto“, betont Kruse. Er war Lutoschs Wunschkandidat. Lange war der nicht nur Geschäftsführer des SDW, sondern auch Leiter des Niedersächsischen Forstamtes in Rotenburg. „Ich habe vorher gewusst, dass dies auch zu Interessenkonflikten führen konnte – aber zum Glück war dies nicht oft der Fall.“ Dennoch erlebte er zum Teil schwere Zeiten, in denen er sich um seinen Wald sorgte. Er führt dafür unter anderem das Waldsterben in den 1980er-Jahren an. „Schuld war das Schwefeldioxid. Zum Glück haben Politik und Industrie damals schnell reagiert“, lobt Lutosch. Schwerpunkte seiner Arbeit seien die Anlage von Hecken und Feldgehölzen gewesen. 1986 war er an der Gründung der Biotopbörse beteiligt. „Ich habe Flächenbesitzer und Menschen zusammengeführt, die etwas für die Natur tun wollen: zum Beispiel Schulklassen, Jugendgruppen und Vereine.“ Von 1991 bis 2004 hat er außerdem die Umweltjugendspiele für achte Klassen organisiert und seine Erfahrungen aus dieser Arbeit in einer Broschüre veröffentlicht. Lutosch hat die SDW in verschiedenen Gruppen und Organisationen vertreten: Seit 1980 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe der Naturschutzverbände im Landkreis Rotenburg, in dem Vertreter des BUND, NABU, der Jägerschaft sowie die Naturschutzbeauftragte Christiane Looks sitzen. Er ist Beiratsmitglied in der Stiftung Naturschutz des Landkreises und hat das Klimabündnis Rotenburg mit Vertretern anderer Natur- und Umweltschutzorganisationen gegründet. All diesen Aufgaben möchte sich nun auch Kruse widmen, der obendrein die Mitgliederpflege als eine seiner wichtigsten Ziele definiert.

(Text und Foto: Dennis Bartz, Rotenburger Rundschau)