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Lebensgedanken von Käte Straub

Als gute Seele des ersten Jugendwaldheimes hinterließ sie glückliche Kinder und ein Tagebuch voller Weisheiten




Käte Straub † hatte ein Herz für Kinder und für den Wald.
Ihre langjährige Mitgliedschaft in der SDW reicht bis zu deren
Anfänge zurück.

Foto: privat






In unserem Newsletter wird seit Beginn des neuen Jahres monatlich ein Zitat aus den Tagebüchern Käte Straubs veröffentlicht. Käte Straub war die erste Heimmutter des ersten Jugendwaldheimes in Deutschland überhaupt. Auch wenn ihre Funktion heute sicher mit einem anderen Begriff betitelt wäre, so sagt der betagte Titel doch Vieles über ihr damaliges Wirken aus. Für Unterkunft und Verpflegung der Kinder und Jugendlichen während ihres Waldeinsatzes zu sorgen und ihnen ein echtes Heim zu bereiten, verlangte in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit großes persönliches Engagement.

Begonnen hatte alles damit, dass die damals noch junge Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die Bevölkerung aufgerufen hatte, bei der Wiederaufforstung der großen von den Besatzungsmächten verursachten Kahlschläge zu helfen. Als eine Gruppe der Wandervögel aus Wolfenbüttel bei ihren Wanderungen im Harz die riesigen Kahlflächen unmittelbar erlebte, bot der Schüler Claus Müller seinem Onkel Walther Freist, Forstamtsleiter in Walkenried, die Hilfe seiner Gruppe an. In den darauffolgenden Osterferien 1948 war es dann so weit: der erste Jugendwaldeinsatz wurde durchgeführt.

Käte Straub arbeitete zu dieser Zeit ebenfalls am Wiederaufbau des Waldes. Als Kriegswitwe war sie mit ihren beiden Söhnen aus dem Osten in das Südharzdorf Zorge geflüchtet und hatte dort Arbeit gefunden. So kam es, dass Käte Straub diese erste und alle folgenden Jugendgruppen bei ihrem Waldeinsatz betreute - zunächst in einer Jagdhütte, woraus später das erste Jugendwaldheim entstand. Heute gibt es in Deutschland 47 Jugendwaldheime, einige davon werden inzwischen unter dem Namen "Waldpädagogikzentrum" geführt. Ein Grundgedanke dort war und ist: Nicht das Vermitteln von Wissen, sondern das Erleben führt zu bleibenden Eindrücken.


Folgend werden alle bereits genannten Zitate aus dem Newsletter für das Jahr 2017 aufgeführt:


Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen;

ein Werdender wird immer dankbar sein.

Januar 2017


Ein gutes Wort ist wie ein Samenkorn,

es schweigt und schläft und wächst erst auf und wird zu Sinn erst und zu Sein,

säst du's in deine Erde ein und schaffst du dir's zu eigenem Leben.

Februar 2017


Was du weggibst, ist dein, was du behältst, geht verloren.

März - April 2017


Vergiß nicht, daß jede Wolke so schwarz wie sie ist,

dem Himmel zugewandt, doch ihre Sonnenseite hat.

Mai 2017


Vertrauen ist die Rinde am Baum der Hoffnung.

Juni 2017


Was für den Vogel die Kraft der Schwingen,

das ist für den Menschen die Freundschaft:

Sie erhebt ihn über den Staub der Erde.

Juli 2017


Ein großer Mensch ist, wer sein Kinderherz nicht verliert.

August - September 2017


Warten können ist eine große Kunst,

nicht erwarten eine noch viel größere.

Oktober 2017


Die größten Ereignisse,

das sind nicht unsere lautesten,

sondern unsere stillsten Stunden.

November 2017