Waldjugendspiele

wjs1Wald hautnah erleben

Waldjugendspiele sind spielerische Wettkämpfe, bei denen Kinder oder Jugendliche in kleinen Gruppen vielfältige Aufgaben zumeist in einem Rundkurs im Wald lösen.

Wir wollen den Kindern eine Dimension der Wahrnehmung eröffnen, die sie häufig nicht mehr kennen. Wir wollen sie in die Welt der Baumriesen, Ameisen und Käfer führen - eine Welt, die aufregender ist als die spannendsten Comics oder Computerspiele.

Waldjugendspiele werden meist gemeinsam von Schulen, Forstämtern und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald organisiert.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellt Urkunden und kleine Preise zur Verfügung und unterstützt Waldjugendspiele wenn möglich auch vor Ort.

Wald ist Vielfalt

Der Wald ist ein Naturraum von einzigartiger Vielfalt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bietet Kindern bei Waldjugendspielen die Möglichkeit, diese Vielfalt kennen zu lernen und hautnah zu erleben.
Wald ist die ursprüngliche Vegetationsform in Deutschland. Auch heute noch bedeckt der Wald ein knappes Viertel der Landesfläche Niedersachsens und ist damit das einzige große, weitgehend naturnahe Ökosystem unseres Landes.
Der Wald hat eine überragende Bedeutung als Lebensraum unzähliger Pflanzen- und Tierarten. Er sichert uns saubere Luft und sauberes Trinkwasser.
Das Verantwortungsbewusstsein kommender Generationen gegenüber der Natur ist entscheidend für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Wer sich spielerisch von der Natur begeistern lässt, wird sie – so hoffen wir – schätzen und schützen.

Hautnah erleben

waldjspiele 02Waldjugendspiele oder „Waldrallyes“ sind spielerische Wettkämpfe, bei denen Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppenvielfältige Aufgaben an zumeist 10 – 20 Stationen eines Rundkurses im Wald lösen. Bei „Walderlebnisspielen“ können dies auch weniger, dafür intensivere Stationen sein.
Die Aufgaben reichen von Pflanzen- und Tierbestimmungen über rein spielerische oder sportliche Übungen, wie Zapfenwerfen oder Balancieren über Baumstämme, bis hin zu Fragen über das Waldsterben oder allgemeine Umweltprobleme. Stets wird versucht, den Aufgaben einen unmittelbaren Bezug zur Umgebung zu geben.
In erster Linie sollen durch die Waldjugendspiele Wege aufgezeigt werden, auf denen man den Geheimnissen des Waldes und der Natur näher kommen kann, aber auch zur Vertiefung schon erworbenen „Waldwissens“ sind sie aller bestens geeignet und zu empfehlen.
Gleich, was es zu erkennen gilt, Blütenformen, die Struktur der Rinde, duftende Kräuter, Vogelstimmen oder Waldfrüchte – man muss oft nur alle seine Sinne nutzen, um die wichtigsten Merkmale zu sehen, zu ertasten, zu riechen, zu hören oder zu schmecken.

Jeder kann mitmachen

Waldjugendspiele sind sicher in allen Altersstufen durchführbar – sogar mit Erwachsenen. Vielfach bewährt hat sich jedoch die Teilnahme im Verlauf der Jahrgangsstufen 3 bis 6.
Entscheidend ist, dass die Aufgaben und Fragen auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten sind. Die Teilnehmer dürfen nicht über- oder unterfordert werden – dann macht der Wettkampf auch Sechzehnjährigen oder Senioren noch Spaß.

Wer organisiert Waldjugendspiele?

Waldjugendspiele werden in der Regel gemeinsam von Forstämtern und Schulen organisiert. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellt Urkunden und kleine Preise zur Verfügung und unterstützt die Spiele wenn möglich auch vor Ort.
Vor- und Nachbereitungsmaterialien können bei der SDW-Bundesgeschäftsstelle (Materialbestellung ) bestellt werden. Eine kleine Zusammenstellung bewährter Materialien versendet die SDW Niedersachsen auf Nachfrage gratis.
Sehr zu begrüßen ist es, wenn sich weitere örtliche Verbände (Jäger, Imker, Naturschützer, x) und Eltern für eine Beteiligung gewinnen lassen. Die pädagogische Bedeutung eines persönlichen sich Kennens im lokalen Umfeld sollte grade auch im Rahmen von Umweltbildung nicht unterschätzt werden.

Gut vorbereitet

Eine Vorbereitung der Teilnehmer auf die Spiele ist natürlich sehr sinnvoll. Je mehr grundlegende Kenntnisse über den Wald bereits vorhanden sind desto tiefer kann bei den Waldjugendspielen auf komplexere Zusammenhänge und interessante Wechselwirkungen (z.B. Waldklima, Nahrungskette, x) eingegangen werden.
Der Wissensstand der Teilnehmer muss den Organisatoren allerdings rechtzeitig bekannt sein, wenn er bei der Vorbereitung der Spiele berücksichtigt werden soll. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Förstern ist in diesem Falle also schon bei der Planung sehr wichtig.

Noch Fragen?

Wenn Sie noch Fragen zu den Waldjugendspielen haben, wenden Sie sich an das nächste Forstamt (die Adresse finden Sie im Telefonbuch unter: Forstverwaltung) oder an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Kontakt).
Wenn Sie zögern, mit Ihrer Klasse gleich teilzunehmen – schauen Sie sich Waldjugendspiele in Ihrer Nähe an. Haben Sie Lust, dabei mitzumachen ?  Melden Sie sich – Helfer werden immer gebraucht! Sollten in Ihrer Nähe keine Waldjugendspiele stattfinden, oder nicht für Ihre Kinder – regen Sie die Spiele an!
Unser Ziel ist es, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, einmal in seinem Schülerleben an Waldjugendspielen teilnehmen zu können.
Weitere Anregungen und Hilfen zur Vorbereitung und Durchführung von Waldjugendspielen finden Sie in der 54-seitigen Broschüre „Waldjugendspiele und Umweltjugendspiele“.
 

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