Jugendwaldeinsatz

Jugendwaldeinsatz – alte Wurzeln

jugendwaldeinsatz 01Nach dem letzten Krieg boten Deutschlands Wälder einen traurigen Anblick: übermäßig starker Holzeinschlag der Kriegsjahre und die Reparationshiebe der Besatzungsmächte hatten tiefe Wunden in den Wald geschlagen. Hinzu kam eine Borkenkäfer-Massenvermehrung verheerenden Ausmaßes. Mehr als ein
Zehntel der deutschen Waldfläche war verwüstet. Erosionsschäden durch Wind und Wasser folgten.

In dieser schier ausweglos scheinenden Situation wurde im November 1947 die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gegründet um mit Nachdruck auf die Gefahren der fortschreitenden Waldverwüstung hinzuweisen und dieser tatkräftig entgegenzuwirken. In den Osterferien 1948 führte eine Jugendgruppe aus Wolfenbüttel im Harz unter Forstmeister Walther Freist erstmalig einen freiwilligen Waldeinsatz durch – einen Einsatz, dem viele weitere folgten. Zunächst reichten für die Unterbringung der eifrigen Helfer Zelte und Jagdhütten, aber bald mussten andere Möglichkeiten geschaffen werden, um die Bereitschaft der jungen Leute aufrechtzuerhalten. In Zorge (Harz) fand sich eine Unterkunftshütte, die weiter ausgebaut werden konnte. Es wurde eine Werkstatt eingerichtet sowie ein Pflanzgarten und ein kleines Wildgehege. Dies alles wuchs zu einem „Jugend-Waldheim“ zusammen. Ziel war es, neben dem rein arbeitstechnischen Nutzen dieser Einsätze, die Jugend und den Wald zusammenzuführen. Das erste Jugendwaldheim Deutschlands war entstanden.

Es kann nicht oft und deutlich genug betont werden, dass die weitere Ausbreitung der Jugendwaldeinsätze in den Niedersächsischen Landesforsten dem weitsichtigen forstpolitischen Denken der damaligen Landesforstverwaltung zu verdanken ist. Sie unterstützte diese Idee der SDW aus eigenem Antrieb und kam ihrer stetigen Forderung nach weitern Heimen nach, wo immer dies möglich war, sodass in den folgenden Jahrzehnten insgesamt 11 Jugendwaldheime eingerichtet wurden. Darunter befinden sich u.a. ein ehemaliger Bahnhof, eine Funkstation, ein ehemaliges Krankenhaus und das alte Verwaltungsgebäude einer Bergbau-Anlage.

Jugendwaldeinsatz heute - effektiv organisiert

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Foto: Frank Zweers, WPZ Ostheide, Haus Oerrel
„Heute gibt es in Niedersachsen 10 Einrichtungen, die den klassischen Jugendwaldeinsatz – und manches Wald- und Umweltpädagogische Programm darüber hinaus – anbieten (siehe Karte). Neun dieser Häuser sind mittlerweile Waldpädagogikzentren (WPZ) der Niedersächsischen Landesforsten oder Teil eines solchen. Ein Jugendwaldheim wird vom Nationalpark Harz betrieben. Diese waldpädagogischen Einrichtungen sind mittlerweile zu einer festen Größe in der Umweltbildungslandschaft Niedersachsens geworden und werden von allen Schulformen als außerschulischer Lernort genutzt. Mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler tauschen jedes Jahr für ein bis zwei Wochen ihren Klassenraum mit dem Wald. Die SDW Niedersachsen koordiniert dieses waldpädagogische Angebot traditionell zentral und landesweit.

 

Ausführliche Informationen

Informieren Sie sich umfassend und detailliert auf den Internetseiten der Niedersächsischen Landesforsten und des Nationalparks Harz.
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Buchung der Aufenthalte

Seit dem 1. September 2012, 15:00 Uhr nehmen wir Ihre Buchungswünsche für 2013 und - neuerdings - auch schon für die gesamten Schuljahre 2013/2014 und 2014/2015 entgegen.

Klicken Sie in den Infoseiten der Landesforsten oder des Nationalpark-Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle auf das Logo der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. So gelangen Sie in den Buchungsbereich.


Hier können Sie in allen oder auch in ausgewählten Waldpädagogikzentren / Jugendwaldheimen nach freien Terminen suchen und sich gleich online bewerben.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern schon jetzt eine erlebnisreiche Zeit im Wald.
 

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